Trächtigkeits-Kalender

Allen gepannt mit uns Wartenden möchte ich die Zeit etwas „versüssen“ mit einem Trächtigkeitskalender… er zeigt auf, zu welcher Zeit was in der Hündin passiert 😉

1. Woche
Die Haltung, Fütterung und Bewegung der Hündin bleibt wie immer.
1. Tag (30.11.2020)

Erster Deckungstag. Sperma wandert ausserhalb der Gebärmutterschleimhaut. Um die Chancen einer Befruchtung zu erhöhen, sollte der Deckakt innerhalb von 48 Stunden nach dem ersten Deckakt wiederholt werden.
Tigress wurde am 01.12.2020 nochmal gedeckt

Sperma wandert zu den Eileitern. Die Spermien bleiben in den weiblichen Geschlechtsorganen eine Zeitlang befruchtungsfähig. Bei den Säugetieren ist diese Zeit im allgemeinen recht kurz (ca. 24 Std).
Es gibt eine Theorie, dass weibliche Spermien länger leben als männlich. Eine frühe bedeckung soll also die Chance auf mehr weibliche Welpen erhöhen. Wir haben früh gedeckt und sind gespannt!
Unsere Hündinnen bekommen ab jetzt Animastrath.

2.-3. Tag

Sperma erreicht die Eileiter, in denen sich reife Eizellen befinden.

3.-4. Tag

Befruchtung der Eizellen (in den Eileitern).

4.-6. Tag

Die befruchteten Eizellen wandern in den Gebärmutterhals.

2. Woche

Pflege und Haltung der Hündin wie in Woche 1.

8.-12. Tag

Die Eizellen entwickeln sich zu Blastocyten.

12.-14. Tag

Die Embryos erreichen die Gebärmutter.

3.Woche

Die Hündin leidet möglicherweise unter morgendlicher Übelkeit aufgrund der hormonellen Umstellung oder Spannungen in der Gebärmutter.
Manche Hündinnen fressen ab dem 20. Tag für einige Tage gar nichts oder zumindest sehr wenig. In der Regel pegelt sich ihr Fressverhalten danach wieder ein. Viele Hündinnen sind jetzt besonders anhänglich.

15.-21. Tag

Am 19. Tag setzen sich die Keimbläschen (sog. Blastocyten) in der Gebärmutterwand fest. Diese formen embrionale Bläschen. Ab dem 21. Tag sondern viele Hündinnen zähflüssigen, klaren Schleim ab. Das ist das eindeutigste Zeichen, dass der Deckakt geklappt hat.
Bei Tigress haben wir diesen Ausfluss am 21./22. Tag entdeckt!

4. Woche

Am 22. Tag sind die Embryonen sichtbar. Der Herzschlag kann zur Diagnose der Trächtigkeit herangezogen werden. Anstrengende Aktivitäten sind jetzt zu vermeiden.  Ab diesem Zeitpunkt kann mit einer Ultraschalluntersuchung dieTrächtigkeit bestätigt werden.

Wir lassen meistens um den 28. Tag einen Ultraschall machen.
Ist die Trächtigkeit bestätigt, wechseln wir zu Welpenfutter. Die Menge bleibt gleich.

21.-28. Tag

Die Augen und die Nervenstränge im Rückenmark werden gebildet. Die Organbildung beginnt. In dem derzeitigen Zustand sind die Embryonen sehr stark defektgefährdet. Die Entwicklung der Zitzen beginnt.

26.-30. Tag

Dies ist der beste Zeitpunkt, um die Trächtigkeit anhand des Herzschlags zu diagnostizieren. Die Embroynen sind etwas walnussgroß und sind gleichmäßig im Uterus verteilt.

5.Woche

Die Hündin hört auf, die Beine anzuziehen, weil das Gewicht ansteigt und die Welpen sich drehen. Das Anschwellen der weiblichen Scham wird merkbarer.  Die Herzschlag ist aufgrund der ansteigenden Flüssigkeit in der Gebärmutter nicht mehr länger als Diagnosemethode nutzbar.

29. Tag

Zehen, Barthaare und Krallen beginnen sich zu entwickeln.

35. Tag

Die Ausbildung der Organe ist abgeschlossen. Die Föten sehen nun aus wie Hunde. Kopf und Rumpf sind unterscheidbar. Das Geschlecht ist bestimmbar. Die Fellfarbe beginnt sich zu entwickeln. Der Herzschlag der Föten ist per Stethoskop hörbar. Die Zitzen der Hündin werden dunkler und schwellen an.

6. Woche

Wir stellen die Wurfkiste auf, damit die Hündin sich schon an sie gewöhnen kann. Wir erhöhen langsam die Portionen. Zu diesem Zeitpunkt kann man meist die ersten Welpenbewegungen spüren!

7. Woche

Die Hündin sollte jetzt nicht mehr mit anderen Hunden rauhe Spiele spielen oder springen. Per Röntgenaufnahme lassen sich Anzahl und Größe der Hündchen bestimmen. Die kommt bei uns aber nur bei verdacht auf nur einen Welpen oder Komplikationen in Frage.

45. Tag

Die Knochen verstärken sich. Die Welpen können nun leicht unter der Bauchdecke ertastet jedoch noch schlecht gezählt werden. Die Haare am Bauch der Hündin fallen aus.

8. Woche

Die Hündin hat weniger Hunger, was durch den Platzmangel im Bauch verursacht wird.
Wir füttern daher mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag.

Unser Tierarzt wird über den zu erwartenden Geburtszeitpunkt informiert und die letzten Eventualitäten besprochen. Wir bereiten alles auf die Geburt vor und legen alle Utensilien bereit.

Wir beginnen mit der Hündin bei der Wurfkiste zu schlafen!

Die Hündin verbringt sehr viel mehr Zeit mit der eigenen Körperpflege. Die Zitzen schwellen weiter an. Die Hündin wird unruhiger und sucht einen geeigneten Platz fürs Werfen.
Unsere Hündin beginnen nun meist mit dem Nestbau. Sie gehen immer mal wieder in die Wurfbox und buddeln die Decken durcheinander. 

Die Bewegung der Welpen im Mutterleib ist leicht erkennbar, wenn man die flache Hand vorsichtig auf den Bauch der Hündin legt. Sie muss dazu völlig entspannt sein. Manchmal sieht man die Bewegungen sogar von Aussen!

Wir säubern den Bauch und Schambereich mit warmem Wasser. Wir scheren spätestens jetzt das Haar rund um die Zitzen, um den Welpen den Zugang zu erleichtern.

9. Woche

60.-63. Tag

Möglicherweise hat die Hündin keine Appetit mehr, wenn die Zeit der Niederkunft naht.
Viele Hündinnen werfen zwischen dem 58. und 63. Tag. Einige lassen sich auch bis zum 66. Tag Zeit.

Die Hündin wird ruhelos und beginnt zwanghaft ‚Nestbau‘ Verhalten zu zeigen, sie hecheln viel. Dies ist die sogenannte Eröffnungsphase. Oft wirkt die Hündin um die Flanken eingefallen, weil sich die Bänder für die Geburt entspannen. 

Die Hündin wird ruhelos, läuft immer hin und her und fühlt sich offensichtlich unwohl. Es kann sein, dass sich weisse Scheidenflüssigkeit absondert. Manche Hündinen beginnen kurz vor der Geburt zu zittern….

Quelle: Welpe.de und www.magicproud.ch