Zucht & Aufzucht

Aufzucht:

Die Hündin wirft bei uns im Wohnzimmer. So können wir der werdenden Mutter zur Hand gehen und ihr seelische Unterstützung bieten.

Sie kennt die Umgebung und ist somit entspannt.
Die Wurfkiste wird ca. zwei Wochen vor der Niederkunft bereits aufgestellt, so kann sie sich gut an sie gewöhnen.
Wir schlafen schon einige Tage vor der Geburt mit ihr bei der Wurfstätte.

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Wenn die Hündin geworfen hat, bleibt sie mit ihren Welpen bei uns im Wohnzimmer.
So haben die Welpen viel Kontakt zu uns und den im Haushalt lebenden Tieren.
Sie gewöhnen sich an ein normales Familienleben und lernen schon jetzt viele Geräusche und alltägliche Situationen kennen.
Wenn sich dann der Radius der Welpen vergrössert, steht ihnen Stück für Stück mehr Raum zur Verfügung.
Erst innerhalb des Hauses, später auch der Garten. Wir haben auch einen „Welpenraum“ den sie aber nur je nach Wurfgrösse und Lautstärke, ab 5-6 Wochen für die Nacht beziehen. Denn auch ein Züchter muss irrgendwann mal schlafen 😉
Bei schönem Wetter sind wir mit ihnen tagsüber meist draussen.
Im Garten haben die Welpen viel Platz zum toben und einen der Lernphase entsprechenden Welpenspielplatz mit vielen Eindrücken.
Hier können sich alle Sinne, motorischen Fähigkeiten und Sozialverhalten entwickeln und geübt werden.

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Wir legen grossen Wert darauf, dass unsere Welpen später selbstsichere und verträgliche Familienmitglieder werden.
In diesem Sinne werden sie bei uns geprägt und vorerzogen. Sie lernen schon hier Grenzen und soziale Regeln im Umgang mit Menschen und Artgenossen kennen.
Sie leben mit dem gesamten Rudel zusammen begegnen aber auch fremden (sozialen) Hunden, spielen mit Kindern, lernen unsere Katze kennen, laute Geräusche (Traktor, ect), Halsband & Leine und fahren mehrmals Auto.
Sie kommen, ab der 6. Woche so oft es geht mit auf Ausflüge in Feld, Wald usw…

Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass nicht etwa die Häufigkeit der *Auswärts Ausflüge* dafür verantwortlich ist, wie selbstsicher ein Welpe sich später entwickelt, sondern viel eher seine Genetik und der individuelle Charakter!
Wir sorgen täglich für neue Reize, damit die Welpen lernen mit neuen, eventuell anfänglich sogar unheimlichen Dingen umzugehen,
Strategien erlernen und ihr Selbstbewusstsein vergrössern können.

Die Welpen dürfen ab der 4 Woche besucht werden.
Mit Ausnahmen haben wir feste Besuchstage, da sich gezeigt hat, dass wir sonst nicht zum sozialisieren und prägen kommen.
Oder eben mal „raus“.

Die Welpen dürfen normalerweise zwischen 8. – 10. Woche in ihr neues Zuhause einziehen.
Einige Welpen sind früher „bereit“ als andere, somit gehen wir auf jeden einzeln ein.

Bis zur Abgabe wurden sie sehr hochwertig und vielseitig ernährt.
Wir füttern sowohl hochwertiges Trockenfutter als auch BARF. (BARF = Biologisch Artgerechte Roh Fütterung)
BARF besteht aus rohem Fleisch, Innereien, Knochen & einem kleinen Anteil pflanzlicher Nahrung wie z.B. Gemüse, Kräutern & Kohlenhydraten.
Mehr zum Thema BARF ->hier<-
Das Trockenfutter hat immer einen hohen Fleischanteil und wenig bis kein Getreide …wir füttern ja auch Hunde und keine Hühner…!
Das Trockenfutter füttern wir vorallem, damit sich die Welpen auch daran gewöhnt sind.
Die zünftige Fütterung liegt dann im ermessen der neuen Besitzer.
Falls wir die Saugwelpen zufüttern müssen oder die Mutter bei einem grossen Wurf unterstützen wollen, verwenden wir nur reine Ziegenmilch!
Sie ist der Hundemilch sehr ähnlich und enthält keine chemische Zusatzstoffe oder synthetische Vitamine.

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Zuchtdetails

Wir sind Mitglied im  ASCA – Australian Shepherd Club of America, von dort bekommen unsere Welpen auch ihre Papiere.
Der ASCA ist der älteste und grösste Aussie Club. Er wurde in den 50iger Jahren in Amerika gegründet als man mit der reinzucht begonnen hat.
Der ASCA ist NICHT dem FCI angeschlossen, demnach werden unsere Welpen keine FCI / SKG Papiere bekommen.
Möchte der künftige Besitzer in einem Kynologischen Verein (SKG) Prüfungen ablegen, bekommt er „nur“ ein Mischlings-Leistungsheft.
Es gibt allerdings auch noch andere Vereine in denen man Prüfungen ablegen kann.
Im Ausland ist es ebenfalls einfacher.

Ebenfalls Mitglied sind wir im WEWASC – Western Europe Working Australian Shepherd Club, dieser Verein fördert die Arbeitsleistung
des Aussies, führt Hüteseminare und Trials durch.

Wir sind daran interessiert, dass der richtige Hund zur richtigen Familie kommt.
Keiner Partei ist gedient, wenn man zwar den hübschen bluemerle Welpen bekommt,
er aber charakterlich nicht in die Familie passt und deswegen umplatziert werden muss.
Natürlich werde ich Farbwünsche soweit möglich berücksichtigen, wir möchten mit unseren Interessenten „zusammen“ die beste Auswahl treffen.
Aus diesem Grund nehmen wir keine festen Reservationen vor der 6. Woche an.
Vor dieser Zeit kann man keinerlei seriöse Aussagen über den Charakter und die spätere Entwicklung machen. Und auch ab dann kann noch viel passieren!
Für alle Interessenten gilt das gleiche, somit hat niemand Vor- oder Nachteile. (Ausgenommen sind Züchter mit denen wir eine spezielle Abmachung getroffen haben.)
Wenn die Entscheidung einmal getroffen ist, kann der Welpe reserviert werden.
Als reserviert gilt ein Welpe erst, wenn der Kaufvertrag unterschrieben und eine Anzahlung hinterlegt wurde.

Alle unsere Welpen gehen erstmal als *not for breed* (nicht zur Zucht) in seinen Papieren raus.
Möchte später jemand mit seinem Hund züchten, kann ich seine Papiere, nach Vorlage aller Gesundheits-Checks „öffenen“ lassen.

Unsere Welpen werden entwurmt und mit einem Chip versehen.
Zur Zeit tendiere ich dazu die Welpen frühestens mit 10 Wochen zu impfen, da laut neuesten Studien, vorher die mütterlichen Antikörper
eine sichere Antikörperbildung verhindern sollen. Und ich mich weigere die Welpen einfach nochmal (also 3 statt 2 mal) impfen zulassen.
Denn eine Impfung bringt nicht nur Nutzen sondern kann auch schaden!!
Wie die neuen Besitzer sich entscheiden, liegt dann in ihrer Verantwortung.
Ich kann nur jedem empfehlen sich gründlich zu informieren und anhand dessen seine eigene Entscheidung zu treffen.

Zu diesem Thema gibt es viele gute Seiten im Netz, von pharma-unabhängigen, kritischen Tierärzten wie z.B.  -> klick hier <-
Meine eigenen Hunde werden Grundimmunisiert, also 2x im Welpenalter und mit 12 Monaten die Booster-Impfung (Kombi-impfung = Parvo, Staube, Zwingerhusten, ect.)
Eine Auffrischungsimpfung gibt es frühestens in 3 Jahren…vielleicht auch später…
Mit 6 Monaten Tollwut… diese muss halt alle 3 Jahre wiederholt werden, wenn man ins Ausland will.
Laut neuesten Studien, schützen z.B. Staupe und Parvovirus Impfungen über 7 Jahre!! Teilweise sogar ein Leben lang.

Mit 6-7 Wochen werden sie von einem anerkannten Ophtalmologen auf erbliche Augenerkrankungen (DOK)  untersucht.

Jeder Welpe bekommt seine eigene Mappe, mit seinen Unterlagen, Kopien der Untersuchungen der Elterntiere, usw…
Dazu bekommt jeder Welpe ein Starterpacket mit Futter für die ersten Tage, Halsband, Spielzeug, Prägedecke, u.v.m… mit nach Hause!

Für uns ist es selbstverständlich, dass wir für unsere Hunde und deren Besitzer ein Hundelebenlang da sind!
Sei es in Erziehungs-, Ernährungs- und Gesundheitsfragen!
Wir möchten den Kontakt halten und veranstalten regelmässig Welpentreffen.
Natürlich sind wir immer sehr froh über gesundheitliche Auswertungen wie HD, ED und ophtalmologische Augenuntersuchungen.
Nur so bekommen wir einen Überblick und können bei Mängeln gegensteuern!!